Zehn Jahre Pater Klaus in Mantel

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Zum 15. Starkbierfest und zugleich zum zehnten mit Fastenprediger Pater Klaus begrüßte am Samstag FWG Vorsitzender Friedrich Janner die Gäste im Gasthaus „Hauptmann“ . Er deutete schon an auf welche Themen sich die Gäste einstellen sollten und wies darauf hin, dass jeder „Derbleckte“ es mit Humor nehmen sollte, denn am schlimmsten wäre für einen Politiker, beim Starkbierfest „nicht“ erwähnt zu werden. Petra Franke ließ in einem Gedicht nochmal die Zeit mit Klaus in Mantel Revue passieren. Eva Seifried überreichte für die FWG an Klaus eine Urkunde zum zehnjährigen Jubiläum und einen Brotzeitkorb. Pater Klaus startete wie immer mit der Weltpolitik und dem „narrischen Trampl“ aus den Staaten. Martin Schulz bekam sein Fett weg: „Am Gleichen Abend noch verkündete er im Kämpferton: „Wir gehen in die Opositon“. „Doch als aus Jamaika wurde nix draus, da dachte Schulz, wie komm ich jetzt aus der Nummer rarus?“. Pater Klaus spekulierte in Sachen Landespolitik und Landtagskandidaten Stephan Oetzinger noch weiter, dass deswegen Seehofer seinen Rücktritt angekündigt hat: „Den Söder hätt ich noch ertragen, doch bei einem Oberpfälzer tut selbst mir die Kraft versagen“. Dann gab es gleich ein Prosit auf den Landtagskandidaten und Beifall und der Pater wünschte ihm viel Glück. „Mein Gebet als Pater ist dir gewiss“. Als Bürgermeisternachfolger in Mantel wurden dann Richard Kammerer und Reinhold Meier von der CSU sowie Daniela Fuhrmann von der SPD beleuchtet. Die Zustände im Netto-Markt wurden beschrieben: „Oft wird man in dem Saftladen erinnert an die DDR, den grad am Wochenende sind viele Regale einfach leer“. Bei der Naabbrücke hieß es: „Eine Lichtsignalanlage regelt nun die Vorfahrtsfrage“. Für große Heiterkeit sorgte die Spekulation, dass die Probebohrungen für den Brückenneubau ein ganz anderes Ziel hätten: „Wer woiß wos is vom Bauamt des wirkliche Ziel, vielleicht vermutens da unten Erdöl recht viel. Dann wäre Mantel wirklich reich und ausm Oetzinger würde statt einem Landtagsabgeordneten a Scheich“. Das nicht bebaute Altenheimgelände wurde beschrieben: „Unkraut pflanzt sich fort, der Platz ist ein rechter Schandfleck im Ort. Geht das so weiter siedelt sich noch ein seltener Käfer an, das ruft dann die Naturschützer auf den Plan, dann würde sich der Altenheimbau so lange hinziehen, wie der Bau des Flughafens in Berlin“. Ein Ausfall von Kabel und Internet im Oktober trägt auch seine Früchte in Mantel. „Ohne W-LAN und Internet, gehen die Mantler früh ins Bett. Was voriges Jahr im Oktober geschehn, das wird man bald am Zuwachs sehn. Denn, wenn der Kasten nicht funktioniert, dann wird sich halt im Bett amüsiert. Mancher hat einen Treffer gelandet, weil sich plötzlich seine Frau verwandelt. Ein neuer Bürger, der kommt an, Dank kaputtem Internet und W-Lan.“ Hans Kick vom „Alten Glump“ war das Ziel des Spottes: „Das Traktortreffen Sonntag früh losgeht, fragt sich nur wann der Kick Hans aufsteht. Denn jeder der ihn kennt, weiß dass er gerne und lange pennt. Doch das Bett hat ihn ausgelassen, der kann ja sein eigenes Fest nicht verpassen“. Zur Sprache kam die Tatsache einer Kontrolle eines FWG-Kollegen. „Sein Mercedes wird angehalten, die Kontrolleure ihres Amtes walten, im Kofferraum da liegt was drin, was ist das nur für ein gefährliches Ding?. Um die Friedhofshacke tut es sich dreh`n, das müsste doch auch ein Ami sehn“. Natürlich wurde auch der Kreisverkehr erwähnt und der vor vielen Jahren gescheiterte Bayernring. „Bayernring wurde es also keiner, dafür eine Nummer kleiner, und so heißt nun dieses Ding, Kreisverkehr statt Bayernring.“ Über Sinn und Zweck lässt sich furchtbar gut streiten, doch bietet der Kreisel neue Möglichkeiten. Der Adel (FWG-Vorstand Janner) kann sich zum Beispiel da droben, mit seinen Inlinern austoben und stellt nun in diesem Verlauf, Runde für Runde neue Rekorde auf.“ Nicht unerwähnt blieben Pfarrerwechsel und ein Friseurbesuch eines Mantlers in Weiden weil es den „Boder-Kare“ nicht mehr gibt. Pater Klaus hatte immer zu den Themen passende Trinksprüche auf Lager, so beim Alten Glump: „Schwankt der Bauer auf dem Trecker, war der Schnaps mal wieder lecker“. Beim politischen Teil der Fastenpredigt zitierte er: „Wenn morgens früh um acht, bei dir zu Haus die Sonnte lacht, hat das in Bayern die CSU gemacht, hat es aber Hagel, Eis und Schnee, war es ganz bestimmt die SPD“. Nach der Nockherbergrede sorgte Alleinunterhalter Walter Kobel für Stimmung mit Wirtshausliedern wie dem „Lieschen“ oder den „Schleifern“ Er sang auch: „Liegt da Vater auf da Mouda, kriagn ma wieder an kloin Brouda“. Stimmung kam auf das das Lieblingslied von Hans Kick erklang: „Joana, geboren um Liebe zu geben“. Wirtin Helene Janner sorgte mit deftigen Brotzeiten für die richtige Unterlage zum Naabecker Doppelbock.

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