SPD vor neuen Herausforderungen

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Am Freitag, 4.5. trafen sich die Manteler Sozialdemokraten im Gasthaus „Hauptmann“ zur Jahreshauptversammlung. Neben den üblichen Punkten gab es ein Referat von Dieter Rosner, Vorsitzender der SPD Erlangen zum Thema: SPD vor neuen Herausforderungen.
Vorsitzende Andra Bertelshofer begrüßte zusammen mit dem Referenten Moumin Alsaghir als neues Manteler SPD Mitglied und überreichte ihm das Parteibuch. Mit ihm zählt die Manteler SPD aktuell 62 Mitglieder wie Bertelshofer ausführte, davon 29 Frauen und 33 Männer, wobei die Vorstandschaft bis auf die Kassenrevisoren fest in weiblicher Hand ist. Sehr Informativ sei der Vereinsempfang gewesen, die Bürgerstammtische sind immer gut besucht, Spaß machte die Zoiglfahrt nach Windischeschenbach, das Familienfest im Garten von Peter Servus und vieles mehr, so die Vorsitzende. Ein gutes Jahr war es auch für die Finanzen, Kassenführerin Silvia Klier konnte ein Plus erwirtschaften. Von den SPD-Frauen berichtete Traudl Ucles dass die Fahrradbörse wieder der Renner war, die AsF hat 20ijähriges Jubiläum gefeiert, eine Stadtführung in Weiden gemacht die Kinder in den Herbstferien zum Kasperltheater eingeladen. Es gab Fahrten nach Würzburg, Amsterdam und Hamburg. Im August geht es nach San Remo und am 8. Dezember nach Leipzig zum Weihnachtsmarkt. Einen Überblick über die Arbeit der SPD-Marktratsfraktion gab Daniela Fuhrmann. Das Großprojekt Bauhof wurde auf die Jahre 2020/21 verschoben, in Sachen betreutes Wohnen hofft die SPD auf einen doch baldigen Baubeginn. Absolut nicht abfinden kann sich die SPD mit dem wesentlich höheren Kosten beim Kreisverkehr. „Den zahlt komplett der Manteler Bürger, da gibt es keine Förderung“ so Fuhrmann. Im gleichen Zuge wurden aber die Grundsteuer, die Gewerbesteuer und die Bestattungsgebühren erhöht und damit die Einwohner zur Kasse gebeten. „Es steht die Sanierung der Mehrzweckhalle an“. Daniela Fuhrmann befürchtet, dass die Konjunktur nicht immer so weitergeht und die Steuergelder so weitersprudeln wie bisher. Da es viele drängende Themen gibt, hat der Ortsverein beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die mitdiskutiert, wie eine moderne Partei aussehen soll und wie die Mitglieder am besten mitbestimmen können. Wer mitarbeiten möchte in dieser Arbeitsgruppe kann sich unter Telefon 2378 oder per mail bei h.bertelshofer@t-online.de melden. Nächste Termine des Ortsvereines sind vom 8. Bis 9. September ein Hüttenaufenthalt, am 28.9. der Preisschafkopf und am 30.11. die Jahresabschlussfeier mit Ehrungen, dazu lud die Vorsitzende alle Mitglieder ein. Zu Delegierten zum Europa-Unterbezirksparteitag wurden Daniela Fuhrmann und Manfred Wurzer gewählt mit den Stellvertretern Bernhard Weigl und Andrea Bertelshofer.
Zum Thema: „SPD vor neuen Herausforderungen“ stellte sich Dieter Rosner, Vorsitzender der SPD Erlangen vor. Er ist ein gebürtiger Konnersreuther, hat nach dem Abi am Augustinus-Gymnasium Soziologie, Politik und Wirtschaft studiert und arbeitet im Sozialreferat der Stadt Nürnberg. „Wir müssen gegen die schlechte Stimmung im Land angehen“, fordert er. „Die Marke SPD ist momentan verschwommen“. Die derzeitige Krise ist sehr gefährlich für die Demokratie“. Die Deutsche Sozialdemokratie befindet sich in ihrer schwersten Krise der Nachkriegsgeschichte. In den nächsten Jahren geht es schlicht um das Überleben, so Rosner. „Viele fühlen sich im Land übergangen, betrogen und sind verbittert. „Der Aufstieg der AfD verweist nicht zuletzt aber auch auf das Versagen der großen Koalition in der sozialen Frage“ Die AfD schöpft die Wut all derer ab, die sich irgendwie benachteiligt fühlen.“ „Wir müssen die neue soziale Frage aufgreifen“ fordert Rosner. Er zitierte Willi Brandt: „Politik taugt nur etwas, wenn sie das Leben besser macht“. „Mit der Migrationsfrage gibt es ein explosives Mobilisationsthema“. „Die SPD braucht eine offene und lebendige Debatte über ihre Zukunft in einer grundlegend veränderten Parteienlandschaft. „Unsere Aufgabe ist es, offen und ehrlich zu sagen, wofür wir stehen, welche Interessen wir vertreten und welche nicht“. „Die Devise lautet: Mehr Profil zeigen und den Mut haben, bei zentralen Themen die klare Gegenposition zu CDU und vor allem zur CSU deutlich zu machen. Eine Forderung der SPD: Kapital muss mindestens so stark besteuert werden wie Einkünfte aus Arbeit“. „Wir müssen, wie Natascha Kohnen auf Menschen zugehen, uns ihre Argumente offen anhören und sie im persönlichen Dialog zu überzeugen statt zu belehren. Wir müssen Schluss damit machen den Leuten zu erklärten was in Bayern die CSU in der Regierung falsch macht, sondern wir wollen ihnen erklären was wir besser machen würden“. Abschließendes Motto: „Fenster auf und durchlüften und inhaltlich, organisatorisch und personell stärker aufstellen“. Dem Vortrag von Rosner schloss sich eine rege Diskussion der Mitglieder an.

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