Imkerverein freut sich über mehr Umweltbewusstsein

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Bei der Jahreshauptversammlung der Imker am Sonntag, 14.04. im Gasthaus „Hauptmann“ erzählte Elke Hackbarth dass 66 Bienenvölker von 14 Imkern betreut werden. „Einige aktive Imker haben derzeit keine Bienenvölker“. Mit dem Tod von Josef Wolfinger haben die Imker ihren Ehrenvorsitzenden verloren. Die Ökoprämie an den Landesverband wird aus der Vereinskasse bezahlt. Die Varroamilbe ist weiterhin das Thema und wird es auch bleiben. Vom Kreisverband gäbe es neue Statistiken und neue Behandlungsmethoden. Leider gibt es für die Behandlungsmittel die 25 Prozent Zuschüsse der EU und die 25 Prozent Zuschüsse vom Landkreis nicht mehr. Die Varroamilbe wurde 1977 eingeschleppt, wurde zunehmend aggressiv und behandlungsresistent. Die Imker sollen ihre Völker aber erst ab einer bestimmten Schadensschwelle behandeln. Kassenführer Reinhold Dobner konnte ein kleines Plus erwirtschaften. Laut Hackbarth gebe es im Internet auch das sogenannte Varroa-Wetter, was für ältere Imker nicht so einfach sei. Denn bei der Behandlung mit Ameisensäure müssen bestimmte Wetterbedingungen herrschen, es darf nicht zu heiß sein oder zu feucht. Jeder Imker bekommt vom Verein auch eine begattete Königin bezahlt, ab Mitte Juni. Am 13. Juli ist das Schleuderfest geplant und am 1. September eine Tagesfahrt nach Ipsheim zum Weinwandertag Fahrpreis für Busfahrt und Frühstück am Bus 18 Euro. Hackbarth gab noch bekannt, dass das älteste Mitglied mit 95 Jahren die Imkerei aufgegeben habe und verschiedenes Zubehör zu verkaufen hätte. Interessenten sollten sich bei ihr melden. Dritter Bürgermeister Johann Gurdan bedankte sich für die Beteiligung der Imker am Bürgerfest. „Ihr leistet einen großen Beitrag im Jahreszyklus der Natur. Die Bienen bewirkten, dass so viele Menschen das Volksbegehren unterschrieben, so Gurdan. Die Bienen brauchen Lebensraum. Gurdan hatte auch Samentütchen für die Insektenwiesen dabei, welche der Markt Mantel gekauft hat und kostenlos abgibt. „Früher war die Imkerei Beruf, jetzt ist sie Hobby“, so Gurdan. Elke Hackbarth bestätigte, dass nicht alle Probleme auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden sollen. Beide freuten sich, dass durch das Volksbegehren doch das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung gestiegen ist. Hackbarth wünschte sich mehr blühende Gärten mit weniger Grünpflanzen und Steinen – aber was blüht macht halt oft auch mehr Arbeit bedauert sie. Auch Josef König vom Bauernverband freute sich, dass ein Umdenken in der Bevölkerung eingesetzt hat. Viele Landwirte machen schon viel für die Natur, zum Beispiel mit Blühstreifen. Jeder Versammlungsteilnehmer bekam noch einen Brotzeitteller aus der Vereinskasse spendiert.

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