Generationswechsel bei den Siedlern

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Seit 38 Jahren führt Josef Wittmann die Siedlergemeinschaft Mantel, schon seit einigen Jahren wollte er als Vorsitzender zurücktreten, aber da kein Nachfolger in Sicht war, machte er weiter. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 8.3. im Gasthaus „Hauptmann“ standen wieder Neuwahlen an. Nun konnte ein Generationswechsel, und zwar teilweise aus der eigenen Familie vollzogen werden. Die Versammlung wählte Johannes Wittmann, den Sohn von Josef zum ersten Vorsitzenden, neuer Stellvertreter ist Matthias Kohl, weiterer Stellvertreter Harald Steiniger. Die Kasse führt Kathrin Wittmann, Schriftführer blieb Helmut Hackbarth. Für die 12 Beisitzer standen sogar 14 Leute zur Verfügung. Als Beisitzer ergänzen Gerlinde Stilp, Herbert Werner, Johann Gurdan, Ernst Heisl, Alexander Banzer, Stephan Brust, Peter Bühler, Nieter Nikol, Stefan Erras, Tobias Hackbarth, Erhard Kleber und Martin Lucke das Vorstandsteam. Die Kasse prüfen Herbert Steiner und Georg Stark. Schriftführer Helmut Hackbarth erinnerte an Saukopfessen, Obstbaumschnittkurs, Vatertagsradtour und Arbeitseinsätze auf dem Spielplatz in der Kreuzäckersiedlung. Kassier Ernst Heisl, der sein Amt an Kathrin Wittmann abgab, konnte ein Plus erwirtschaften. Josef Wittmann ist stolz auf die Mitgliederzahl von 435 Leuten. Er hat die Gemeinschaft mit 212 Vereinszugehörigen übernommen und konnte die Zahl mehr als verdoppeln. „Es ist schwierig, Leute zu finden, die mitarbeiten oder gar Verantwortung übernehmen“, so Wittmann. Die Anforderungen im Beruf mit Schichtarbeitszeiten und der Erfolgsdrang der Firmen sind die Ursache. Viele Arbeitnehmer haben dann am Abend keine Lust mehr zu einem Verein zu gehen“. Bei der Heizölsammelbestellung konnte 2018 ein Preis von 63,3 Cent je Liter erzielt werden. Wittmann bedankte sich bei den „Spielplatzrangern“ Erhard Kleber, Herbert Werner und Stefan Erras, die immer am Spielplatz nach dem Rechten sehen und Glassplitter oder Unrat beseitigen. Positiv war die Entfernung der Thujenhecke. Nun ist das Gelände gut einsehbar und Randalierer werden sofort entdeckt. Wittmann dankte auch Elka Hackbarth, Sieglinde Wolfinger und Harald Steiniger für das Ausleihen der Geräte, die leider oft nicht pfleglich behandelt werden. Dank galt auch dem Austräger der Siedlerzeitung Frischholz. Wittmann verzichtete darauf, in der Vorstandschaft einen anderen Posten zu übernehmen, wird aber seinen Sohn weiter unterstützen. Gudrun Horch, Vorsitzende der Siedlerfrauen berichtete von Maiandacht mit den Rehbühlsiedlern, Besuch der Serenade in Weiden mit Eis essen, kulinarische Stadtführung in Weiden zum Thema Kartoffel und Filmabend. Die Damen wollen demnächst zur TSG-Turnhallengaststätte spazieren, dann steht noch auf der Wunschliste ein Besuch am Spargelhof und des Barockgartens in Neustadt. Gudrun Horch erklärte, dass alle Frauen willkommen sind, auch wenn die Siedlermitgliedschaft auf den Ehemann läuft, bei den Siedlerfrauen fällt kein eigener Beitrag an. Der neue Vorsitzende Johannes Wittmann will den Mitgliederstand nicht nur halten, sondern auch ausbauen. „Wir sind ein „Michmach-Verein“. Jeder ist willkommen. Bauherren und Hausbesitzer haben bei uns viele Vorteile, nicht zuletzt durch die günstigen Beiträge und die darin erhaltenen Versicherungen. Er appellierte an die Marktverwaltung, bei Bauanträgen die Leute auf den Siedlerbund hinzuweisen. Johannes Wittmann ist stolz auf seinen Vater der nicht nur Mitgliederstand ausbaute, sondern auch die Gerätschaften erheblich erweiterte. „Damals habt ihr nur mit einer Heckenschere angefangen und nun besitzen die Siedler eine Riesenausrüstung. Die Siedlergemeinschaft beteiligt sich wieder beim Bürgerfest, hält monatlich Stammtische ab und es gibt auch wieder eine Vatertagstour. Jeder Versammlungsteilnehmer bekam 2 Freigetränke aus der Vereinskasse spendiert. Günther Lippik, langjähriges Vorstandsmitglied bedankte sich bei Josef Wittmann mit einem Geschenk. „Du warst und bist immer für mich ganz persönlich ein treuer Freund“. Josef Wittmann wurde vom Verein mit einem Präsentkorb beschenkt und Josef Rieder überreichte ihm noch einen selbstgebauten Nistkasten für den Garten. Bürgermeister Richard Kammerer bedankte sich bei den Siedlern, die nicht nur Feste feiern, sondern auch viel arbeiten bei der Spielplatzpflege. Josef Wittmann übergibt nach 38 Jahren die Vorstandschaft an seinen Sohn und sorgt so für eine geordnete Nachfolge. „Ehrenamt auszuüben tut gut es ist ein gutes Gefühl“, bestätigte der Rathauschef und Kartellvorsitzender der die Vorstandschaft im Vereinskartell vor 12 Jahren ebenfalls von Josef Wittmann übernommen hat. „Als junger Hupfer hast du mit 212 Mitgliedern angefangen und die Mitgliederzahl verdoppelt“, lobte er weiterhin. Auch für Ernst Heisl, der 30 Jahre lang vorbildlich die Kasse führte hatte Kammerer lobende Worte. Mitglied Hermann Scharl regte an, einmal einen Info-Abend zum Thema Grundsteuer abzuhalten.

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