Erstes Drescherfest mit dem Zapfwellenstammtisch „Alt´s Glump“

Veröffentlicht am - Redakteur: Hans Kneißl

Nahe der Gschrei-Mühle hatte der Zapfwellenstammtisch „Alt´s Glump“ auf dem Pachtfeld von Lorenz König zum ersten Drescherfest eingeladen. Zu bestaunen gab es alte Maschinen, wie sie früher in der Landwirtschaft in Gebrauch genommen wurden. Übersichtlich aufgestellt waren Buldoggs aus der Nachkriegszeit von damaligen Herstellern wie Allgaier, MF, Kramer, Fendt, Deutz, Schlüter, MAN und Holder mit Einachsmotor. Ebenso bestaunenswert waren die Maschinen, mit denen die Bauern jahrelang gearbeitet haben. Die Verantwortlichen des Vereins hatten ein Zelt mit Garnituren aufgestellt und sich die Mühe gemacht, jede einzelne Maschine auf dem Feld vorzuführen, so dass die Besucher nachvollziehen konnten, wie sich die Bauern vor noch wenigen Jahrzehnten ihre Arbeit zu erleichtern versuchten. An der Strohschneidemaschine übten sich mehrere Kinder. „Soweit nicht genügend Heu verfügbar war, mischte der Bauer das kleingeschnittene Stroh unter das noch vorhandene Heu und bot es den Kühen zum Fressen an. So wurde das Futter gestreckt, auch wenn es für die Kühe nicht sehr appetitanregend war“, erzählte ein „Alt´s-Glump“-Mitglied. Mit der Kreissäge wurden Holzstämme in Stücke geschnitten, und mit der Hackmaschine machte man sich sein eigenes Brennholz. Mit Pflug, Egge, Grupper und Kultivierer wurde der Boden bearbeitet. Die Erdäpfelsortiermaschine war sehr nützlich bei der Kartoffelernte. Standmotoren, Dreschmaschine und Strohpresse kamen nach der Kornernte zum Einsatz. Die jüngeren Kinder vergnügten sich in der Hüpfburg, die aus mehreren Ballen Stroh zusammengestellt war. Für die Erwachsenen gab es Weißwurstfrühstück, Grillspezialitäten, Brezen, Käse und Getränke. Das Fest war bis in die Abendstunden gut besucht.

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