DJK Seniorenkreis begeistert von St. Moritz in Mantel

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Am Mittwoch führte ein Ausflug den DJK-Seniorenkreis nach Mantel zur Besichtigung der Moritzkirche. Ottmar Braun vom Förderverein empfing die Gruppe vor der Kirchentür und wies darauf hin, dass St. Moritz das älteste noch bestehende Bauwerk in Mantel ist und eine der ältesten Kirchen der Region. Sie wurde erstmals urkundlich 1508 erwähnt. Braun ging auf den Verfall und Wiederaufbau als Wallfahrtskirche ein, wo 1737 die Marienfigur aus dem Manteler Wald eine neue Heimat fand. Man betritt die Kirche im Westen und geht nach Osten zum Alter, so Braun. Auf dem Weg begleiten einen die Bilder des Rabusky-Kreuzweges, Heiligenfiguren bis man den Hochaltar erreicht, wo ganz oben das Bild des Heiligen Maritius zu sehen ist. Maritius wurde heilig gesprochen und ist unter anderem der Patron der Waffenschmiede und Soldaten. „Die Kirche steht heutzutage im Spannungsfeld zwischen Entfremdung und Faszination“, so Führer Braun. Sogar Schüler werden ganz still, wenn sie sich in der Moritzkirche befinden. „Der moderne Mensch brauch Lärm als Flucht vor sich selbst, wenn es mal still ist, muss er über sich nachdenken, so Braun, das kann man in St. Moritz wunderbar. Die Marienfigur zu der die Wallfahrt bis zum 1. Weltkrieg ging, ist heute vergoldet, früher trug sie je nach Anlass Gewänder aus Stoff, wusste Braun. Der Hochaltar zeigt das Krönungsbild der Heiligen Maria und die Seitenaltäre stellen St. Wendelin und St. Sebastian dar. Auch die Gäste wurden von der Aura des Kirchenraumes und seiner Ausstrahlung gefangen genommen. Der Kirchenraum spricht alle Sinne an. Das Kirchenerlebnis unterstrich Ottmar Braun noch mit Alfons Bogner, dem besten und ältesten Zitherspieler, den er kennt“. Braun und Bogner ließen mit Zither und Gitarre einige stille Weisen erklingen. Er lud die Gäste ein, einmal zu einem Konzert oder zur Maiandacht wieder in die Moritzkirche zu kommen, die mit den Emporen insgesamt 150 Besucher aufnehmen kann. Braun krönte seine Führung noch mit einem wohl unbekannten Gedicht „Sankt Moritz bei Mantel“ das 1938 der Weidener Gymnasialprofessor J. Grassmann unter dem Pseudonym „Bourdillon“ verfasst hat. „Er wurde von uns Schülern nur der „Natich“ genannt, weil der dieses Stummelwort für „natürlich“ fast jedem seiner Sätze hinzufügte, erzählte Braun aus seiner Schulzeit. Braun hat das Gedicht vor kurzem vom ehemaligen Weidener Kulturamtsleiter Bernhard M. Baron, der jetzt auf Malta lebt, bekommen. Es wurde wahrscheinlich nie veröffentlicht. Die Besucher fanden es auch gut, dass sich seit 20 Jahren ein Förderverein um den Erhalt und die Verschönerung des Kirche kümmert. Rosemarie Meier, die Leiterin der Gruppe trug, passend zu den Ausführungen Brauns auch noch ein Gedicht, beziehungsweise Gebet vor: „Herr, ich brauche die stillen Stunden um nachzudenken“. Beifall belohnte Braun und Bogner für die Musk. Harald Puckschamel, Vorsitzender des Fördervereins bedankte sich bei der Weidener Gruppe für das Interesse an dem Manteler Kleinod und die Senioren versprachen, im nächsten Jahr zur Maiandacht wiederzukommen.

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