„Dinner for One“ in Mantel

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Beste Stimmung herrschte am Samstag, 17.3. beim Starkbierfest der Feuerwehr im Gerätehaus. Das „Kraukopfduo“ aus Rogenstein ließ immer wieder ein Prosit der Gemütlichkeit ertönen und hatte sowohl „Trinklieder“ als auch Hits wie „Achy breaky Heart“ drauf, zu dem die Feuerwehrfestdamen aus Weiherhammer auf der Bühne mit der passenden Choreographie gleich Werbung für ihr Fest 2019 machten. Sie wurden durch die Manteler Feuerwehrmädchen Vanessa und Celina Brüderer verstärkt. Zuvor hatte Bürgermeister Dr Stephan Oetzinger mit drei Schlägen das erste Fass Naabecker Doppelbock angezapft, musste aber nochmal nachbessern. Deftige Brotzeiten wie Leberkäs mit Kartoffelsalat, Geräuchertes, Käse und Brezen sorgten für die richtige Unterlage. Mit Spannung wurde von den überaus zahlreichen Gästen wieder der Auftritt der Manteler Floriansjünger erwartet. Zur Aufführung kam „Dinner for One“ aber in oberpfälzisch. Der Butler, in der Fernsehproduktion von Freddie Finton dargestellt, wurde von Richard Kammerer auf die Bühne gelegt und hieß natürlich Ritchie. Miss Sophie, durch May Warden bekannt, verkörperte perfekt Wolfgang Janner und er trat als „Gräfin Wolfi vom „Kloidaffl“ auf. Kammerer hatte sich stilecht in einen Frack mit Schwalbenschwanz geworfen, (extra im Internet bestellt) die Gräfin Wolfi trug ein rotes Cocktailkleid mit passenden Pumps und „Faszinator“ auf dem gelockten Kopf. Viele Frauen haben bestimmt Wolfgang Janner um seine langen „Sexy“ Beine in Seidenstrümpfen beneidet. Wie auch im Original saßen am Tisch die bereits verstorbenen Freunde der Gräfin. In Mantel waren dies: Der ewige Ministerpräsident Franz Josef Strauß, Gustl Bayrhammer mit seinem Pumuckl, der Modezar Rudolph Moshammer mit seiner Daisy und die „Jugendlebe“ der Gräfin, der Monaco Franze. Butler Ritchie stolperte aber nicht über ein Tigerfell, sondern über einen überdimensionalen Teddybären, das arme Tier musste sehr leiden. „So schön ist es heute hier“ zwitscherte Wolfgang Janner als Gräfin. Das Dinner begann oberpfälzisch mit einer "Oaschlochsuppn" wo zur Erheiterung die Gäste frische Eier etwas unsanft samt Schale im Suppenteller landeten. „O leck is die Suppn fett, da brauch ma an Schnaps“ forderte Gräfin Wolfi und Ritchie schenkte großzügig Kümmel ein. Richard Kammerer schlüpfte gekonnt in die Rollen der Gäste und als Franz Josef Strauß wünschte der der Gräfin alles Gute im Namen der bayerischen Staatsregierung und gratulierte auch zur 90igjährigen CSU-Mitgliedschaft. „A Prösterl“ gab es von Mosi, Gustl Bayrhammer musste Pumuckel zur Ruhe bringen und „Spotzerl schau wia i schau“ sülzte der Monaco-Franze. Zweiter Gang war a „Fischerl“. Zur großen Gaudi öffnete der Buttler eine Bratheringsdose. Zum „Fischerl“ wollte die Gräfin noch a „Weinderl“ und auch das bekam sie serviert. Wie im Originalstück musste Kammerer dann für die Gäste mittrinken. Wie er später bestätigte, wurde alles mit „echtem Alkohol“ gespielt und so stieg auch die Stimmung bei den „Akteuren“. Zum Hauptgang einem „Leberkas“ passte dann der Naabecker Dopelbock. Urkomisch waren die perfekten „Stolperer“ über den Teddy und auch die gekonnten Sprünge da drüber. Einen Seitenhieb auf die kommenden Landtagswahlen gab es auch als Franz-Josef verkündete, dass so ein Wahlkampf harte Arbeit ist. Wohl kein „Freudscher Versprecher“, sondern ein Hinweis, dass sich die Manteler durchaus einen „Ministerpräsidenten“ aus ihrem Ort vorstellen könnten war die Anrede von Ritchie an den Ministerpräsidenten „Franz-Josef Oetzinger“. Nach dem „Selben Schmarrn wie jed`s Jahr“ waren Butler und Gräfin müde. Mangels eines Bettes im Feuerwehrhaus luden sie sich bei Bürgermeister Dr. Stephan Oetzinger – der ja gleich dort um die Ecke wohnt - ins Schlafgemach ein. „ Well, I will do my very best“ versprach Ritchie bevor er unter großem Beifall mit seiner Gräfin und Bürgermeister Oetzinger in die Bar verschwand. Einen kurzen Gastauftritt hatte stellvertretender Feuerwehrkommandant Martin Göppl, ihm kippte der Butler die Nachspeise, einen Pudding mit Vanillesoße auf Hemd und Hose. Die beiden „Schauspieler“ hatten aus dem Stehgreif gespielt und den Auftritt am Samstagnachmittag zum ersten Mal geprobt. Von vielen Auftritten bei den Xantl-Bällen sind sie aber schon ein eingespieltes Team. Nach dem Auftritt herrschte dann auch in der Bar ein dichtes Gedränge. Kammerer hatte sich gefreut dass er zum Abschluss aus der Blumenvase Wasser trinken darf, da hatten ihm die Feuerwehrkameraden einen Streich gespielt denn auch da war dann Birnengeist drin.

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