Bestattungsformen auf dem Manteler Friedhof

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Am Sonntag fand die 92. Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel, -Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen – im Gasthaus „Hauptmann“ statt. Passend zum Zweck des Vereines, finanzielle Unterstützung bei Sterbefällen zu leisten, gibt es bei jeder Generalversammlung auch Vorträge die sich mit dem Thema Tod und Sterben befassen. Da sich der Manteler Friedhof stark weiterentwickelt hat und noch weiter verändern wird, gab Vorsitzender Dr. Stephan Oetzinger einen Überblick über die Bestattungsformen auf dem Manteler Friedhof und die damit verbundenen Gebühren. Sein Dank galt Gabi Paulus und Ulrike Schiller für die Vorbereitung der Präsentation. Die normale Nutzungsdauer für die verschiedenen Gräber beträgt 15 Jahre, Verlängerungen gibt es für fünf, zehn und 15 Jahre. Ein Einzelgrab kostet 584 Euro, die Verlängerung für fünf Jahre 195 Euro. Doppelgrab schlägt mit 948 Euro zu buche und die kürzeste Verlängerung mit 316 Euro. Auch in Mantel steigt der Trend zur Urnenbestattung. Ein Urnengrab kostet 429 Euro, die Verlängerung für fünf Jahre 143 Euro. In den neuen Urnenstelen haben drei Urnen Platz die Stele kostet 1.366 Euro für 15 Jahre und 455 Euro die Verlängerung auf fünf Jahre. Am günstigsten kommt die Beisetzung in Urnenrohren für 305 Euro mit 102 Euro für kürzeste Verlängerung. Eine Nische in der Urnenwand schlägt mit 1.766 Euro zu Buche mit 589 Euro für die Verlängerung. Im Todesfall werden für die Nutzung der Aussegnungshallte 300 Euro berechnet, die Gebühr für das Ausgeben eines Grabes beträgt 172 Euro und geht an den Bestatter. Oetzinger führte auch die Maße der Gräber auf. Ein Einzelgrab hat die Maße von zwei Metern auf 90 Zentimetern, ein Doppelgrab 2 Meter auf 1,80 Meter. Im neuen Friedhofsteil sind die Gräber etwas größer. Ein Urnengrab misst 90 mal 60 Zentimeter. Beigesetzt dürfen nun nur noch leicht verrottbare Urnen werden. Auf dem Friedhofsparkplatz wurden bereits zwei Behindertenparkplätze geschaffen. Geplant ist noch eine barrierefreie Toilette, die Sanierung der Friedhofsmauer und der Friedhofswege sowie die Außenbeleuchtung des Weges zum Leichenhaus. Den 22 Sterbefällen des Jahres 2017 stehen 17 Neuaufnahmen gegenüber und im vergangenen Jahr wurden 31.900 Euro an Sterbegeld ausbezahlt. Der Verein zählt auf 1.366 Mitglieder, davon 281 die nicht in Mantel wohnen. Seit Bestehen wurden 1.116. Sterbefälle betreut und 715.640 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Das aktuelle Sterbegeld beträgt 1.450 Euro und im Umlageverfahren wird dann von jedem Mitglied 1,20 Euro einkassiert. Großes Lob gab es für die Arbeit von Hauptkassiererin Ulrike Schiller und die Unterkassiererinnen Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz. Schriftführerin Monika Puff kümmert sich um die Führung der Mitgliederlisten. Durch das Umlageverfahren konnte Ulrike Schiller nur von einem geringen Kassenstand berichten. Die Versammlung beschloss das Sterbegeld auf 1.525 Euro zu erhöhen, der Mitgliedsbeitrag von 1,20 Euro je Todesfall bleibt gleich. Turnusmäßig wurde ein Teil der Vorstandschaft neu gewählt. Im Amt wurde Vorsitzender Dr. Stephan Oetzinger bestätigt, Kassenführerin Ulrike Schiller und die Beisitzer Gerhard Seiser und Evi Jankowski. Stellvertretende Bürgermeisterin Rita Steiner wies darauf hin, dass die Selbsthilfe Mantel einen wichtigen Teil im Manteler Gemeindewesen darstellt. Der Name „Selbsthilfe“ sagt alles aus. Im Trauerfall erfahren die Hinterbliebenen: „Du bist nicht alleine, dir wird geholfen“. Rita Steiner griff auch den Apell des Vorsitzenden zur Mitgliederwerbung auf, ohne die das einmalige Sozialwerk dass es außer in Mantel so nicht mehr gibt, nicht funktionieren würde. Eintreten können Manteler Einwohner oder deren Ehepartner bis zu einem Alter von 35 Jahren, mit einer Karenzzeit könnten Mitglieder bis zum 40. Geburtstag aufgenommen werden. Wie der jetzige Kassenprüfer und langjährige Vorsitzende der Selbsthilfe, Günter Sparrer ausführte, wären die Gründerväter des Vereins stolz auf ihre Nachfolger und die immer weiter mögliche Erhöhung des Sterbegeldes. Da Mantel fast 3.000 Einwohner hat und nur ein Drittel Mitglied im Verein ist, wäre natürlich noch Potential da, meinte er, allerdings ist natürlich die Altersgrenze zu beachten.

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