Zunftzeichen erstrahlen in neuem Glanz. Hobbys halten Sepp Rieder fit

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Dass beim Manteler Maibaum die Zunftzeichen immer schon bunt, frisch und lebendig aussehen ist seit 40 Jahren das Verdienst von Sepp Rieder. Alle 10 Jahre ungefähr hat er die Zunftzeichen frisch angemalt. Nun hat sich der 79-jährige wieder an die Arbeit gemacht damit rechtzeitig zum 30.4. wo der Manteler Maibaum an den Stodeln aufgestellt wird, die Zunftzeichen wieder in neuem Glanz erstrahlen. Wenn der Maibaum, der traditionell mit Schwalben in die Höhe gestemmt wird steht, werden die Zunftzeichen angebracht. In Mantel gibt es die Symbole für die Mälzer, die Zimmerleute, die Bäcker, die Landwirte, die Maurer, die Schlosser, die Schreiner, die Musiker, die Metzer und dann kommen noch die katholische und evangelische Kirche und das Manteler Wappen an den Baum. „Das ist nun wohl das letzte Mal, dass ich diese Arbeit mache“, so Rieder „weil wer weiß was in zehn Jahren dann ist und ob ich dann noch da bin“. Josef Rieder stammt aus Bruckberg bei Landshut und hat in Moosburg das Malerhandwerk gelernt. Dann verschlug es ihn nach Mantel als er sich beruflich zur Firma Anzer veränderte, er wechselte dann noch zur Firma Rothballer. Als er in Mantel mal zum Arzt ging, lernte er vor 36 Jahren Marianne Fenk, die dort Sprechstundenhilfe war, kennen und lieben und sie wurde seine Lebensgefährtin. Erst vor 17 Jahren entschlossen sich die beiden noch zu heiraten. Sie leben in der Hüttener Straße im Elternhaus von Marianne. Sepp Rieder ist der Beweis dafür, dass einen Menschen die Hobbys fit halten. Er bastelt noch Figuren aus Holz wie Hirschen, Katzen, auch Osterhasen oder Willkommenstüren. Jedes Jahr gestaltet der die Weihnachtskrippe am Marktplatz mit. Jede Woche geht er mit den Wurzelstolperern zum Wandern, im Winter ist Eisstockschießen ein weiteres Hobby und außerdem hält er als Kameramann das Geschehen in Mantel immer von Neujahr bis Silvester fest und stellt dann einen Jahresfilm über den Ort und seine Veranstaltungen und Feste zusammen und es ist immer wieder faszinierend bei diesem Rückblick zu sehen, was doch in Mantel im vergangen Jahr alles so los war. Dabei ist dann auch der eine oder andere Mitbürger oder Mitbürgerin im Film festgehalten die dann leider im Laufe des Jahres verstorben sind und an welche dann noch einmal erinnert wird. Sepp Rieder hat zudem für sein Engagement in Mantel die Ehrenamtsurkunde bekommen. Rieder hofft, dass er weiter fit bleibt und das Leben noch genießen kann mit allen Hobbys. Probleme macht ihm momentan nur das Knie – aber davon lässt er sich nicht unterkriegen.

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