Sehnsucht nach Enkeln in der Corona-Krise macht Cornelia Gurdan zur Märchen-Oma

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Wie vielen Großeltern geht es auch Cornelia und Johann Gurdan. Es fehlt das gemeinsame Spielen mit den Enkeln, das Vorlesen und die Beschäftigung mit dem Nachwuchs. In der „geschenkten“ Freien Zeit hat Conny Gurdan eine schon vorher gereifte Idee umgesetzt. Sie hat ein Märchen aufgenommen für alle großen und kleinen Märchenfans und für alle Eltern, die dankbar sind für neun Minuten Abwechslung für die Kleinsten in der Kita- und Kindergartenfreien Zeit. Ihre Geschichte stammt aus dem Büchlein „Hänschen Apfelkern“, erschienen im Verlag Freies Geistesleben. Mit Anfang 20 nach dem Grundstudium Sozialpädagogik bekam Conny ihre Kinder Manuela und Daniel und später noch Tobias. Zur intensiven „Mama-Zeit“ machte sie eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin. Schon damals interessierte sie sich sehr für musische und rhythmische Erziehung, verbunden mit Natur, natürlichen Spielsachen, kreativen Spielformen und einer gesunden Lebensweise. In diesem Zusammenhang beschäftigte sie sich auch mit der Waldorf-Pädagogik. Und eben aus dieser Waldorf-Literatur stammen die „Kleinen Märchen und Geschichten“ aus dem Büchlein „Hänschen Apfelkern“. Hans Zahlingen (bereits verstorben) ist der Autor von „Kasperl befreit das Elfchen“. Schon früh, als Manuela, Daniel und Tobias Kinder waren, begann Cornelia Gurdan zu Geschichten Figuren und Landschaften zu basteln, und bildlich darzustellen. So auch zu der Geschichte „Kasperl befreit das Elfchen“. Dieses „Tischspiel-Märchen“ entwickelte sich zum Magneten für die Kinder in der ganzen (damals Hüttenwerk-) Siedlung, die oft zu Besuch kamen. „Mami“, Frau Gurdan“ oder auch „Conny, spielst du uns die Geschichte vom Kasperl und Elfchen vor?“ – Dieser Bitte der Kinder kam sie immer gerne nach. Jetzt, da Manuela und Daniel selber Kinder haben, und die Enkelchen natürlich auch gerne mal Oma und Opa in Mantel besuchen, hat sie aus dem Keller die verstaubte Elfchen Landschaft geholt, diese mit den Kindern frisch bemalt und verziert, und auch die Geschichten von damals gespielt. In den vergangenen Wochen durften Großeltern nun wegen der Pandemie die Enkelchen nicht besuchen und auch nicht umgekehrt. So kam sie auf die Idee, für die Kleinen die Lieblingsgeschichte der Familie aufzunehmen. Zwei Wochen vor Ostern wurde ein Plan für das Projekt gemacht. Die Musik musste aufgenommen werden. Gurdan nahm Kontakt zu Musik-Kollegen und Tontechniker Hubert Gleißner auf, der sich ohne Zögern bereit erklärte, die beiden Lieder aus der Geschichte in gewohnt professioneller Manier in seinem Tonstudio in Mitterteich aufzunehmen. (Hier entstanden u.a. auch die CDs „Schwingende Saiten (1), (2), und (3). Conny spielte also das Hackbrett ein, sang die Lieder, und Hubert machte die Gitarre dazu und das Mixing fertig. Die Märchen-Omi gestaltete das Wohnzimmer in ein kleines Studio um. Gemütliche Erzähl-Situation am Kachelofen sollte es sein. I Pad Kamera in Profil-Position, Handy Kamera frontal. Dazu ein Aufnahme-Mikrofon in 30 cm Abstand. Als Studio-Licht musste ein Baustrahler aus dem Werkraum herhalten. Aufgestellt auf der 2 m hohen Haushaltsleiter. Auch die Kleiderfrage wollte gut überlegt sein mit einem roten Bauwollkleid und Bolero vom Trachtenmarkt in Greding und Handgelenk-Stulpen fand sie ein Outfit das ihr passend erschien. . Rote Ballerinas ergänzten das Erscheinungsbild. Erst beim dritten Aufnahmedurchgang war sie mit dem „Vorlesen“ zufrieden. Dann kam das Puppenspiel in der Märchenlandschaft, dazu musste die aufgenommene Geschichte vorher in die Musik eingebaut werden. Mit dem Computer wurde alles zusammengebaut aus Mitterteich kam bald die fertige Tonspur zurück und das Figurenspiel konnte aufgenommen werden. Damit alle Sequenzen zusammen gefügt werden können verbrachte Gurdan eine Woche in ihrem Arbeitszimmer. Dass die Handy-Filmabschnitte wesentlich verbessert werden konnten, dazu halfen ihre Informatik-kundigen Söhne mit. Die Märchenoma freute sich über die professionelle Hilfe und den letzten Schliff. Am Ostersonntag war das Werk vollbracht und konnte an die Enkel verschickt werden. Alle interessierten Mamas und Papas mit ihren Kinder können das Märchen auf https://youtu.be/r9YB7gcPN5Y gucken, oder auf YouTube-Suche Titel eingeben: „Kasperl befreit das Elfchen“ Kanal „Schwingende Saiten“.

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