Quartett der Bewerber um Bürgermeisteramt in Mantel komplett

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Nun ist das Quartett der Bewerber um das Bürgermeisteramt in Mantel komplett. Am Dienstag gab Johann Mayer, Kreissprecher der Grünen im Gasthaus Melchner in Rupprechtsreuth die Nominierung von Johannes Neumann bekannt. Die Nominierungsversammlung hatte bereits am 7. Dezember im Cafe Tapas in Weiherhammer stattgefunden. Johannes Neumann war einstimmig gewählt worden. Im Rückblick auf die Landtagswahl resümierte Mayer: „Die langjährige Arbeit der Grünen hat sich nun ausgezahlt“. Er wünschte Johannes Neumann viel Erfolg und bedankte sich bei ihm, dass er zur Kandidatur bereit sei. Johannes Neumann ist 31 Jahre alt und hat mit seiner Frau Katharina zwei Töchter im Alter von fünf Jahren und elf Monaten. Er stammt aus Kiel in Schleswig Holstein und die Liebe hat ihn in die Oberpfalz gebracht. Er wohnt mit seiner Familie in Mantel in der Auenstraße. Durch seinen Beruf als Notfallsanitäter beim BRK Weiden ist er nah am Menschen. Er ist seit vier Jahren Mitglied bei den Grünen und arbeitet als Beisitzer in der Kreisvorstandschaft mit. Neumann ist Mitglied im Deutschen Berufsverband für Rettungsdiente und Ausbilder für den Nachwuchs im Rettungsdienst und auch aktiv in der Breitenausbildung wie Erste Hilfe und weiteres tätig. „Bei dieser Wahl haben wir eine so große Kandidatenvielfalt wie noch nie. Und noch nie waren die Chancen für eine Wechsel an der Spitze so groß wie jetzt. Und dieser Wechsel ist notwendig!“ ist Johannes Neumann überzeugt. „Seit Jahren drückt die CSU mit ihren Mehrheiten Mantel ihren Stempel auf. Das Ergebnis können wir an verschiedenen Stellen in Mantel sehen. Der Ortskern verwaist und verfällt. Einst war er der Lebensmittelpunkt des Ortes, heute ein Schandfleck. Versprechungen, das zu ändern gibt es viele. Doch anstatt etwas zu tun wird sich hinter fadenscheinigen Gründen wie einer fehlenden Umgehung versteckt. Neumann hat mit Fraktionsvorsitzendem Reinhold Meier von der CSU einen Schriftwechsel geführt. Eine der Antworten: Auch die Planung für die Ortschaft geht nicht weiter, weil wir den Marktplatz nicht umbauen können und niemand renovieren will. „Hier wird doch tatsächlich behauptet, dass der Ortskern nur dann saniert werden kann, wenn eine Umgehung gebaut ist. Mir ist neu, dass eine Ortskernsanierung eine Umgehung als Voraussetzung hat“. Wann die Umgehung fertig gestellt ist, ist mir aber schleierhaft“, so Neumann. Neumann vermutet auch als Grund die leeren Kassen, weil die Kosten für den Kreisverkehr explodiert sind. „In den nächsten zehn Jahren wird nichts im Manteler Ortskern passieren, außer dass er dem weiteren Verfall preisgegeben wird“, sieht der Bewerber der Grünen voraus. „Ich möchte einen Marktplatz der Begegnungen für alle schaffen, jeden Alters und jeder Herkunft. Er soll wieder ein Treffpunkt werden wo man sich gerne aufhält. Neumann stellt sich Sitzgelegenheiten vor, behindertengerechte Toiletten, Wickelmöglichkeiten und ein Café. Wenn notwendig kann die Gemeinde hier mit einem Marktcafé aktiv werden. Solch ein Projekt würde automatisch für eine Veränderung der Verkehrslage sorgen. Die Anwohner der Hüttener Staße brauchen sofort Veränderung, nicht erst in zehn Jahren. Straßen, auf die der Schwerlastverkehr ausweichen kann, gibt es bereits jetzt. Diese bedeuten auch keine Mehrbelastung für einen anderen Ort. Beispiele wären die B 470 und B 299. „Wenn wir es schaffen, Mantel für alle Generationen attraktiv zu gestalten, schaffen wir auch die Möglichkeiten für ein Wiedererstarken des Familienzusammenhalts. Nichts stärkt die Menschen in der heutigen Zeit mehr als eine intakte Familie, gleich welcher Zusammensetzung. Damit sich Familien ansiedeln können brauchen wir bezahlbaren Wohnraum. Steigende Mieten und exorbitant hohe Immobilien- und Grundstückspreise zerstören ein gesundes Ortselben. Ein neues Baugebiet nach dem anderen mit immer hören Preisen ist da nicht hilfreich. Der immer größer werdende Flächenverbrauch durch Versiegelung ist auch in Mantel eine Gefahr für die Umwelt. Die Betonflut ist bei uns angekommen und nimmt uns die Natur, auf die wir in Bayern immer so stolz waren! Es geht darum, diese Flut einzudämmen, auch hier bei uns. Damit Mantel aber auch in Zukunft aufblühen kann muss der Ort zukunftsfähig werden. Das heißt wir brauchen eine vernünftige Versorgung mit einem leistungsfähigen Internet, für die ortsansässigen Betriebe und nicht zuletzt auch für die Landwirtschaft. Und dabei geht es nicht um Milchkannen, sondern um Menschen. Auch das Thema erneuerbare Energien geht uns alle etwas an. Um Mantel herum gibt es einige Solarfelder. Warum nicht als Gemeinde aktiv werden und die Energiewende mitgestalten? fragte Johannes Neumann. “Ohne Zweifel braucht das Klima den Ausbau der erneuerbaren Energien. Am besten dezentral, um große Stromtrassen von vorne herein unnötig werden zu lassen. Dafür braucht der Markt Mantel uns Grüne, damit er aufblühen kann. Ich stehe für ein lebenswertes Mantel mit Zukunft, ein Mantel das Menschen jeden Alters etwas bieten kann und wo sich Menschen treffen können und voneinander profitieren. Ein Mantel, das sich der Verantwortung bewusst ist, die Natur für künftige Generationen zu erhalten und zu schützen“. Der Bürgermeisterkandidat erntete von seinen Parteikollegen viel Beifall für seine Ziele.

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