Polizeipuppenbühne lehrreich und amüsant

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Am Mittwoch, 9.10. hatten die Siedlerfrauen unter Leitung von Gudrun Horch die Polizeipuppenbühne nach Mantel in die Mehrzweckhalle eingeladen. Zu Gast waren auch einige Frauengruppen und andere interessierte Senioren aus Mantel. Bürgermeister Richard Kammerer begrüßte die Akteure der Polizeipuppenbühne Polizeihauptmeister Thomas Nörl, und die Polizeihauptmeisterinnen Bernadette Brünnig und Michaela Argauer und dankte ihnen für ihr Engagement, um die Senioren für Betrugsversuche hellhörig zu machen. Der Markt Mantel unterstütze die Aktion indem er die Mehrzweckhalle kostenlos zur Verfügung stellte. Die drei Vertreter der Polizei hatten Lampenfieber denn sie traten die Nachfolge von Polizeihauptkommissar Georg Hüttner an, der vor kurzem in Pension ging. Aber beim Puppenspiel „Erna“ merkte man den Akteuren ihr Lampenfieber nicht mehr an. Im Spiel ging es um Tricks an der Haustür, Haustürgeschäfte, Betrügerische Telefonanrufe, Straßen- und Handtaschenräuber, Kaffeefahrten, Enkeltrick und vieles mehr. Im Stück meistert Witwe Erna nach dem Tod ihres Herbert ihr Leben alleine und ärgert sich mit der Ratschkathl „Mare“ rum. Sie bekommt einen Anruf der Gewinnzentrale und lässt am nächsten Tag leichtsinnigerweise in betrügerisches Pärchen ins Haus. Sie zahlt 50 Euro Schutzgebühr für einen Besteckkasten in Silber der angeblich 1.000 Euro wert ist. Die Begleiterin raubt Ernas Bargeld aus dem Schlafzimmer und Erna muss feststellen, dass der Besteckkasten von Aldi Süd stammt und einen Wert von 9.99 Euro hat. „Mare“ überredet Erna zu einer Kaffeefahrt. Hier wird das Puppenspiel unterbrochen und Polizeihauptmeister Thomas Nörl stellt gekonnt einen Verkäufer bei einer Werbefahrt dar. Unter vielen Lachern versucht der die Wunderpillen „Hirni“ (grün) oder „Schussli“ (Violett) oder die blaue „Dr. Vigara“ unter die Leute zu bringen, zwei Flaschen zum Sonderpreis von 120 Euro. An die Manteler Zuschauer werden die bunten Pillen (Smarties) zum probieren verteilt. Nach dem Puppenspiel geben die Vertreter der Polizei noch wichtige Verhaltensweisen mit auf den Weg. „Man lässt keine fremden Leute ins Haus, Kontakt nur über Sprechanlage oder mit vorgeschobenen Einhängeschloss. Kaffeefahrten wenn überhaupt, nur als Gruppe mitmachen und sich nix aufdrängen lassen. „Wenn bei Ihnen die 110 anruft dann ist das niemals die Polizei“ so Nörl. Den Polizeinotruf können sie zwar mit 110 wählen aber wenn bei Ihnen die Polizei anruft dann mit der Vorwahl 09602 aus Neustadt oder 0961 aus Weiden. Bettler gehören meistens zu Kolonnen, diese wenn sie durch den Ort ziehen auch bei der Polizei melden damit die kontrolliert werden und Diebstahl verhindert wird. „Ein Einbruch in eine Wohnung oder ein Haus bedeutet ein einschneidendes Erlebnis und macht die Bestohlenen oft psychisch so fertig dass sie ihr Haus verkaufen oder umziehen“ wusste Thomas Nörl. „Jede Polizeidirektion hat eine Beratungsstelle der Kriminalpolizei. Hier kann man sich kostenlos beraten lassen wie man sein Haus oder seine Wohnung einbruchssicher machen kann.“ Entsprechende Broschüren lagen in der Mehrzweckhalle aus. Die Berater kommen sogar nach Hause zu den Mitbürgern und zeigen die Schwachstellen auf, sie wollen keinesfalls was verkaufen, sondern geben nur Ratschläge. Gudrun Horch bedankte sich bei den drei Vertretern der Polizei für ihr lehrreiches und amüsantes Spiel und sie stellten sich auch noch für Fragen zur Verfügung. Die Senioren genossen dann noch Kaffee und Kuchen. Die Siedlerfrauen hatten für ein umfangreiches Tortenbüfett gesorgt.

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