Politiker möchten klare Aussagen vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach haben

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Am Freitag, 8. März trafen sich MdB Albert Rupprecht, Mdl Dr. Stephan Oetzinger, Bürgermeister Richard Kammerer mit Stellvertreterin Rita Steiner und drittem Bürgermeister Johann Gurdan mit dem Amtsleiter des staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, Henner Wasmuth und einem Mitarbeiter um endlich mal eine klare Aussage und ein Zeitfenster für den Neubau der maroden Haidenaabbrücke zu erhalten. Es war Mittagszeit und es herrschte auch da ein ganz schön starker Verkehr, der natürlich am Morgen und am Abend noch wesentlich stärker ist. Von den Anwohnern kam Liane Schmid dazu, welche die Probleme der Anwohner mit erheblichem Verkehrslärm und erhöhter Schadstoffbelastung ausführte. „Die Autos müssen ja mit laufendem Motor halten, geben Gas beim wieder anfahren und so weiter“. Das über 60 Jahre alte Bauwerk hat erhebliche Defizite aus Querkraft und Torsion über die komplette Brückenlänge. Wie die Volksvertreter erklärten, möchte sie den Einwohnern eine relativ genaue Auskunft geben können, wann mit einem Brückenneubau zu rechnen ist. Dass ein Neubau erforderlich ist wurde ja 2016 festgestellt. Bis dahin ist die Brücke nur einspurig mit 30 Stundenkilometern und Ampelregelung befahrbar. Als Dr. Oetzinger noch Bürgermeister in Mantel war fanden im bereits Bohrungen zur Untersuchung des Untergrundes statt. Klar ist, dass unmittelbarer Handlungsbedarf besteht, so Henner Wasmuth. Die Brücke gewinnt nun an politischer Bedeutung, weil MdL Dr. Oetzinger bereits eine Anfrage an Dr. Hans Reichhart, den neuen bayerischen Bauminister gerichtet hat und die Manteler CSU nun auch noch MdL Albert Rupprecht eingeschaltet hat. Probleme macht natürlich das sensible Umfeld mit FFH Gebiet und Überschwemmungsgebiet. Die Planungen müssen so sein, dass es keine zusätzlichen Hochwasserprobleme gibt. Das Bauamt rechnet mit Kosten von 4,4 Millionen Euro. Aber aufgrund der Dringlichkeit der Baumaßnahme dürfte die Finanzierung kein Problem darstellen so Wasmuth. Derzeit wird die Brückenplanung fortgesetzt und bei der Regierung vorgelegt. Das soll bis 2020 abgeschlossen sein. Dann müssen Fachbeiträge eingeholt werden und das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Hier appelliert der Bauleiter des Bauamts an die Einwohner und Nachbarn, nicht durch unnötige Einsprüche das Verfahren zu verzögern. Hier fragte MdB Rupprecht ob es Schritte zum Beschleunigen der Maßnahme gäbe. Juristisch wäre schon eine sofortige Vollziehung möglich, so Wasmuth, das sei aber nicht unproblematisch, er möchte Rechtssicherheit haben. MdL Dr. Oetzinger führte aus, dass es ja ein Ersatzbau sei und kein Neubau. Sobald die Planung abgeschlossen ist liegen die Pläne zur Einsicht aus. Auf Wunsch von MdL Dr. Oetzinger sollen die Pläne im Herbst bei einer öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderates vorgestellt werden. Laut Amtsleiter Wasmuth könnte dann der Beschluss zum Brückenbau bis Ende 2021 ergehen und dann im Jahr 2022 mit dem Neubau gerechnet werden. Das Gespräch verlief sehr sachlich und harmonisch und alle Beteiligten sind bestrebt, dass das leidige Thema „Haidenabbrücke“ zeitnah zu einem guten Ende kommt. Während der Bauzeit wird der Verkehr über eine Ersatzbrücke laufen, die auch von LKW`s befahren werden kann. Über die Brücke läuft auch der 2,50 Meter breite Haidenaabradweg, der von der Fahrbahn getrennt ist.

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