Neujahrskonzert „In da Hutzastubn“

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Normalerweise sind Hutzastuben kleiner aber Cornelia Gurdan gelang es am Sonntag, 20.1. die Schulaula mit 150 Konzertbesuchern beim Neujahrskonzert in eine große Hutzastube zu verwandeln. Von Musik der „Oberpfälzer Grenzgangmusik“ mit Reiner Artmann, Ulrike Remold, Raphael Pillny, Cornelia Gurdan und Hubert Gleißner, über Besenbinder, Spinnerin, Sennerin mit Butterfass bis hin zum Märchenerzähler war alles geboten. Stellvertretender Bürgermeister Richard Kammerer freute sich, dass seit 2012 wo im Jahr der 800-Jahr Feier mit den Neujahrskonzerten begonnen wurde, seitdem jedes Konzert ganz schnell restlos ausverkauft war. Er bedankte sich bei Bürgermeisterin Rita Steiner für die Organisation. Cornelia Gurdan führte durch den Abend. Sie bezeichnete die frühere Hutzastube modern als kommunikativen Offline-Ort. Bei „Aber heit“ bewies die Grenzgangmusik, die ihre Instrumente wie Hackbrett, Gitarren, steirische Harmonika und Kontrabass virtuos beherrschte, auch gesangliche Qualität. Eine Winterlandschaft wurde mit „A Schnaiberl hat`s gschniebn“ heraufbeschworen. Beim Gespräch von Conny Gurdan mit Besenbinder Markus Remold erzählte der Gymnasiallehrer wie er zu dem Hobby kam und führte es auch gleich vor. „Damit der in zwei Wochen neu zu Wählende Besen gut kehrt und sich mit dem „alten Besen“ auch verträgt, wurde Bürgermeisterin Rita Steiner ein frisch gebundener Reisigbesen überreicht. Die Stimmung der Raunächte spiegelte der „Perchtentanz“ wieder. „Dime Maria“ war ein Weihnachtslied aus Peru, das die Familie Remold von einem vierjährigen Aufenthalt in Lima mitgebracht hat. Es wurde in spanischer und deutscher Sprache gesungen. Dass auch „Vier Stoinla“ für ein Kind zum spielen genügen und die Kinder nicht unbedingt schadstoffhaltigen Plastikkram im Kinderzimmer brauchen zeigte das gleichnamige Lied. „Die Natur bietet so viel für die Kinder zum Spielen, die auch die Fantasie beflügeln wie eben Steine, Holz oder Wasser“, so Gurdan. Ihren Traum hat sich Franziska Weiß verwirklicht als sie von Ende Mai bis Ende September als Sennerin auf der Rainer Alm am Tegernsee den Sommer verbrachte und ausbutterte und Käse herstellte. Sie hatte ihre Buttertonne mitgebracht und zu Harmonikaklängen (Böhmischer Traum) von Reiner Artmann durften dann Stellvertretender Bürgermeister Richard Kammerer, Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger und Bürgermeisterkandidat der FWG Friedrich Janner am Butterfass drehen. Conny Gurdan gab noch mit Artmann die „Stodeltür“ zum Besten. In der Pause genossen dann die Konzertbesucher mit Begeisterung Bauernbrot mit frischer Butter, mit Kräuterbutter oder Tomatenbutter. Dazu gab es Buttermilch, Rotwein oder auch Bier und Erfrischungsgetränke. Um die Bewirtung hatte sich das Team der Marktbibliothek gekümmert. Mit der „Holzrichterpolka“ wurden die Gäste dann wieder „eingspült“. Dass sich vielleicht auch einmal ein feuriger Spanier auf eine Alm verirren könnte zeigte der „Alma Bolero“, wo sich Hubert Gleißner als virtuoser Gitarrist bewies. Auf der Bühne hatte Ulrike Remold ihr Spinnrad aufgebaut und erklärte ihr Hobby, das sie bei einem längeren Aufenthalt in Tirol gelernt hat. Sehr emotional war dann auch das Lied der „Spinnerin“ das Ulrike Remold mit Cornelia Gurdan im Duett sang Das Lied widmete Conny Gurdan ihrer Mama Hilde die mit der restlichen Familie im Publikum saß. Man hätte keine Stecknadel fallen hören so gebannt lauschten die Damen und Herren im Publikum Märchenerzähler Dieter Wank. Er hatte das Märchen vom Teufel und dem schlauen Bäuerlein auf Lager und ein weiteres von drei Königssöhnen und gestohlenen Birnen. Als Zugabe erzählte er noch von den Tieren, die zum Himmel gingen. Ein „märchenhaftes“ Lied war dann „Yellowgreen“ wo mit ocean drum Meeresrauschen zu hören war. Ein Lied zum mitmachen war dann „Auf Trab“. Da 2009 der Tango zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde, bot die Grenzgangmusik den „Tango dejavu“. Das Arrangement stammte von Hubert Gleißner und Conny Gurdan meisterte virtuos den Hackbrettpart, zu dem ihr Sohn die Noten geschrieben hatte. Ein streitendes Ehepaar stellten gesanglich dann Conny Gurdan und Reiner Artmann dar beim Titel „Ham kummst“. Stehende Ovationen forderten eine Zugabe und mit „Aitz homma a wenig gsunga“ fassten sich alle Gäste an den Händen und sangen mit. Vor dem Heimweg stärkte sich so mancher Gast nochmal mit einem deftigen Butterbrot.

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