FWG nominiert Friedrich Janner einstimmig als Bürgermeisterkandidaten

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Mit großer Zuversicht geht FWG-Vorsitzender Friedrich Janner in die Bürgermeisterwahl. Er wurde am Dienstagabend, 27.11. bei der Nominierungsversammlung im Gasthaus „Hauptmann“ einstimmig als Bürgermeisterkandidat bestätigt. Sein Leitgedanke ist: „Neue Wege gehen“. Janner stellte sich vor. Er ist 50 Jahre, verheiratet, hat zwei Kinder. Er erlernte den Beruf des Landmaschinenmechanikers, arbeitete als Betriebsschlosser, leistete zwei Jahre Wehrdienst und übernahm dann die elterliche Landwirtschaft, den Beruf des Landwirts erlernte er mit mehreren Abschlüssen auch noch gründlich. „Ich bin Landwirt mit Leib und Seele, aber die Landwirtschaft hat sich negativ entwickelt und ist kein zukunftsträchtiges Gewerbe mehr, deshalb habe ich mit einem Neuanfang kein Problem“ so der Bürgermeisterkandidat. Ehrenvorsitzender Anton König gratulierte Janner zur Wahl als Bürgermeisterkandidat. „Die Freien Wähler hatte noch nie eine so große Chance wie jetzt“, so König. Durch die Beteiligung an der bayerischen Staatsregierung ist der Bekanntheitsgrad erheblich gestiegen. „Die CSU steht auf Bundesebene und in Bayern nicht so gut da“. „Mach es mit ganzem Herzen“, war sein Wunsch an Janner. „Dass ich mit ganzem Herzen dabei bin, zeigt, dass ich bereit bin für das Bürgermeisteramt meine Landwirtschaft aufzugeben“, bestätigte der FWG-Vorsitzende. „Bei dieser Wahl wird nicht nur der Rathauschef gewählt, sondern auch über die Mehrheitsverhältnisse im Marktgemeinderat abgestimmt. Verliert die CSU als Mehrheitsfraktion den Chefsessel im Rathaus verliert sie auch die Mehrheit im Gemeindeparlament. Das ist für unseren Markt von Vorteil denn dann sind die Parteien bei strittigen Themen auf Zusammenarbeit angewiesen. Absolute Mehrheiten sind nicht mehr zeitgemäß da sie dazu verleiten überheblich zu werden“, so Janner. Beispiel dafür sei, dass das Baugebiet Schlossäcker in einer Nacht und Nebelaktion durchgedrückt wurde, ohne vorherige Diskussion. Dazu kam der Kreisverkehr mit Kosten von etwa 450.000 Euro, wo eine Kreuzungsregelung für 100.000 bis 150.000 Euro auch genügt hätte. Außerdem wird der neue Netto gar nicht an den Kreisverkehr angebunden, da auswärtige Einkäufer von der Hauptstraße und die Einmündung den Netto anfahren. Da der Markt Stabilisierungshilfen bekam, wurden die Hebesätze für die Steuern erhöht und Gebühren und der Bürger so zur Kasse gebeten und auf der anderen Seite wird das Geld zum Fenster rausgeworfen, so Janner. Nicht so wichtig ist das Thema Kirchweih, aber es zeigt auch dass der Bürger nicht informiert wird und keine Initiative ergriffen wird. Die Aussage von Bürgermeister Oetzinger, dass wir nur eine Wirtshauskirchweih hatten, stimmt absolut nicht. Eine tragische Geschichte ist auch der alte Festplatz. Die Gemeinde trat in Vorleistung und entfernte das Pflaster und nun haben wir ein mit Unkraut bewachsenes Loch. Ein Bürgermeister müsste mit dem Bauträger reden ob eine vorzeitige Rückgabe möglich sei. Während in anderen Orten zur schönsten Sommerzeit fleißig gebaut wurde, ist obwohl das Baugebiet Schlossäcker fertig war, hier nix passiert, alles liegt brach. Das läge daran, dass keine Schlussrechnung der Baufirma vorliegt. Janner wirft hier vor, dass die Grundstücke trotzdem hätten verkauft werden können, mit Abschlagszahlung für die Erschließung und späterer Endabrechnung. „Der Kreisverkehr ist auch nicht fertig, obwohl schon lange der Verkehr drüber läuft haben wir in der Mitte einen „Dreckhaufen mit Unkraut“. „Vom Gemeindezentrum erfahren wir auch nicht wann es voraussichtlich wiedereröffnet wird oder eingeweiht“. Janner erwartet von einem Bürgermeister, dass er Rückgrat zeigt, eine eigene Meinung vertritt und auch unbequeme Sachen anspricht auch wenn es problematisch ist und dass er nicht nur eine gute Figur auf Hochglanzfotos macht und in Zeitungsartikeln erscheint, wenn er Spenden oder Blumen übergibt egal ob Bürgermeister oder Stellvertreter. „Ich habe keine Probleme unangenehme Sachen öffentlich anzusprechen“, versprach er. Auf Janners Wahlprogramm steht die Wiederbelebung des Ortskernes und des Marktplatzes. Auf Initiative der Freien Wähler wurde die Städtebauförderung wieder aufgenommen. „Wenn jemand vor 30 Jahren von Mantel wegzog und nun über den Marktplatz fährt, der schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, wie es da aussieht“, so der Bürgermeisterkandidat. Nachbarorte wie Weiherhammer, Kohlberg oder Etzenricht putzen ihren Ortskern heraus. Das ist absolut nicht abhängig von der Ortsumgehung.“ Die Gebäude des Pleitegeiers und das ehemalige Gasthaus zur Post müssen einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Bei der Post hat Janner einen „Traum“. Er könnte sich vorstellen, dass das Gebäude saniert wird und dort die Verwaltung mit ausreichend Platz untergebracht wird. „Das alte Rathaus könnte dann eventuell verkauft werden und von den FWG-Mitgliedern kam der Vorschlag dass es auch für ein Ärztehaus geeignet sei. „Die meisten unserer Straßen sind ein Flickenteppich, die müssen saniert werden“. Neue Baugebiete müssen verantwortungsvoll ausgewiesen werden und Baulücken geschlossen. Zum leidigen Thema Seniorenwohnanlage bemerkte Janner: „Hier haben wir schon dreimal eine Bauchlandung hingelegt, aber wir müssen dranbleiben damit gerade Bürger. die unseren Markt mit aufgebaut haben, im Alter auch in Mantel bleiben können. Viel Beifall belohnte Friedrich Janner für seine Bereitschaft, als Bürgermeister zu kandidieren und für sein Wahlprogramm.

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