Frühdefibrillator für Feuerwehr durch Spenden finanziert

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Längst ist die Feuerwehr „Mädchen für alles“ und nicht nur zur Brandbekämpfung da. Immer öfter werden die Einsatzkräfte zur technischen Hilfeleistung herangezogen und durch die neue integrierte Leitstelle auch zu Menschen in lebensbedrohlichen Situationen gerufen. Das erfordert natürlich extra Ausbildung. Hier hat die Manteler Feuerwehr ihre Hausaufgaben gemacht und schon vor einiger Zeit eine First Responder (Erste Hilfe) Gruppe gegründet. Die zehn Mitglieder haben eine 60igstündige Sanitätsausbildung in Theorie und Praxis durchlaufen und die Prüfung mit Erfolg bestanden. Da in Deutschland der plötzliche Herztod Todesursache Nummer eins ist, passiert es natürlich auch dass die Truppe zu Menschen mit Kammerflimmern gerufen wird. Dabei zuckt der Herzmuskel so schnell, dass kein Blut mehr gepumpt werden kann. Nach einem Herzstillstand sinkt die Überlebenschance rapide und nach 10 Minuten sind die meisten Opfer tot. Die einzige effektive Möglichkeit, dem plötzlichen Herztod zu begegnen, ist die DEFIBRILLATION. Vor einiger Zeit musste die Einsatztruppe eine Tür öffnen und fand eine leblose Frau in der Wohnung vor. Ein Feuerwehrkamerad rannte zur Raiffeisenbank in Mantel wo ein Defi installiert ist und holte das Gerät. Leider war die Frau schon länger tot und jede Hilfe war vergeblich. Aber in den Feuerwehrmännern wurde der Wunsch geweckt, dass es sehr wichtig wäre, wenn sie selbst einen Früh-Defi bei ihrer Ausrüstung hätten um keine wertvolle Zeit zu verlieren. Spontan erklärte sich Theodor Körner, Leiter der Manteler Zweigstelle der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG bereit, durch eine Spende von 1.000 Euro gut die Hälfte der Kosten zu finanzieren. Die Frauenunion mit Christine Härtl an der Spitze schloss sich an und steuerte 400 Euro Erlös aus der Tombola des Weihnachtmarktes bei. Weitere 200 Euro spendete Otmar Schmid und von der Gartenbaufirma Schröder-Fellner kamen weitere 180 Euro, so dass die Finanzierung auf Spendenbasis stand. Am Samstag 16.12. wurden im Feuerwehrhaus bei der Weihnachtsfeier die Spenden übergeben, das Gerät war schon gekauft, der Markt Mantel hatte es vorfinanziert. Ausgebildet ist die Truppe ja bereits. Wie Kommandant Siegfried Janner am Samstag ausführte besteht durch Feuerwehrvorsitzenden Harald Dobner der von Beruf Rettungssanitäter ist zum BRK in Weiden eine hervorragende Verbindung und Zusammenarbeit. Stefan Lippik stellte den Gästen und den Feuerwehrmitgliedern mit Angehörigen das sehr robuste Gerät vor. Es ist kompatibel mit den BRK Geräten. „Das Gerät ist nicht für uns, sondern für jeden in der Bevölkerung der in eine solche Notlage kommt“. Wie stellvertretender Vorsitzender Richard Kammerer ausführte, ist die Feuerwehr nun auch für solche Notfälle gerüstet, und da sie in Mantel schneller beim Patienten ist als das BRK, steigen die Überlebenschancen für die Menschen mit Herzstillstand beträchtlich, auch wenn es natürlich keine Überlebensgarantie gibt. Richard Kammerer bedankte sich bei den Spendern für ihre Unterstützung, „das zeigt auch dass die Feuerwehr in der Bevölkerung geachtet und unterstützt wird“. Kommandant Janner wies noch auf die Rauchmelderpflicht ab Januar 2018 hin.

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