Bürgerversammlung bestens besucht

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Nicht zuletzt wegen dem Neubau der sozialtherapeutischen Einrichtung war die Bürgerversammlung wesentlich besser besucht als sonst. Der kleine Saal der Mehrzweckhalle war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Bürgermeister Richard Kammerer gab erst mal statistische Zahlen bekannt. Der Markt Mantel hat aktuell 2709 Einwohner und bietet 395 Arbeitsplätze das ist eine Steigerung um 39 im Vergleich zum Vorjahr. 269 Einpendlern stehen 1036 Auspendler gegenüber. Im jahr 2018 gab es 23 Geburten und 30 Sterbefälle und 14 Paare haben die Ehe geschlossen im Manteler Standesamt. Die kommunale Homepage wird ständig fortentwickelt und bietet tagesaktuelle Informationen. Lob gab es für die Verwaltung und den Bauhof, der in vielen Bereichen hervorragende Arbeit leistet. Positiv hat sich auch die finanzielle Lage der Marktgemeinde entwickelt. Der Schuldenstand wird zum Jahresende 2019 voraussichtlich 1.167.025,00 Euro betragen mit einer ordentlichen Tilgung von 194.700.000 Euro was einer pro Kopfverschuldung von 486,26 Euro entspricht. Ein neuer Mitarbeiter steht für den Bereitschaftsdienst im Wasserzweckverband zur Verfügung. Beim 40 Kilometer langen Kanalnetz werden jährlich etwa vier Kilometer Kanal gespült und befahren. Die Öffnungszeiten des kinderhaus von 6.30 bis 17 Uhr sind mehr als familienfreundlich, Träger des Hauses ist die katholische Kirchenstiftung. Auch die Schule zählt zu den modernsten des Landkreises mit interaktiven Tafeln. 47 Kinder besuchen den Hort. Lebendig ist die Partnerschaft mit der Schule im tschechischen Königswart. Auf dem Friedhof, der letzten Ruhestätte für die Gemeindebürger wurden neue Möglichkeiten zur Urnenbestattung geschaffen. Mit 15.244 Medien und jährlich rund 32.700 Ausleihen von 460 Nutzern ist die Marktbibliothek ein Aushängeschild auch dank den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Das Archiv wird von Lothar Wiesner gepflegt. Im Gewerbegebiet Luderhäusl sind mit 14.000 Quadratmetern alle Gewerbeflächen verkauft. Auch das mit der Firma Forster gemeinsam entwickelte Gewerbegebiet Turnhallesiedlung entwickelt sich gut. Die Bauplätze in Schlossäcker I sind alle verkauft und die 17 Parzellen in Schlossäcker II bereits reserviert. In der Mehrzweckhalle findet ein Großteil des kulturellen Lebens statt, hier wurde für die Renovierung ein Architekt mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Den Kindern stehen acht Spielplätze zur Verfügung. Gelungen ist die energetische Sanierung des Gemeindezentrums „Alte Schule§. Wichtig ist auch die Feuerwehr mit 78 Aktiven, davon 27 Jugendlichen. Soziales Engagement wird in Mantel groß geschrieben. Familien mit Neugeborenen erhalten für 30 Monate Windelsäcke, ebenso Pflegebedürftige Menschen auf Antrag. Die Tafel ist ein Segen. Ansprechpartnerin für den Bereich Familie ist Gabi Paulus, für die Senioren Erhard Kleber, für die Jugend Christoph Müller und für Menschen mit Behinderung Carola Brust. Unter dem Dach des Vereinskartells laufen Bürgerfest und Gaudiwurm. Beim Ehrenamtstag werden verdiente Mitbürger ausgezeichnet. Bürgermeister Kammerer stellte die Arbeit der Lenkgruppe für die Städtebauförderung vor. Abschließend stellte Kammerer noch den Bauantrag für eine sozialtherapeutische Einrichtung vor. Hier hielten vom Bauträger Alexander Robl und für die Einrichtung Ingeborg Hirschleb nochmal den gleichen Vortrag den schon die Marktgemeinderäte gehört hatten. Bei der Aussprache beklagte Manfred Kurz dass die Geschwindigkeiten in den verkehrsberuhigten Zonen nicht eingehalten werden. Hier wusste aber Anton König dass es meistens die Anlieger selbst sind die zu schnell fahren. Hans Reil befürchtete dass die geplante Umgehungsstraße zu nahe an der sozialtherapeutischen Einrichtung liegen könnte. Aber da es ein Mischgebiet ist gibt es keine Lärmprobleme. Die Versammlung erfuhrt in Sachen Umgehungsstraße auch dass wenn nicht privat geklagt wird der erste Spatenstich 2020 sein könnte. Harald Puckschamel beklagte die Engstelle bei der katholischen Kirche wo der Gehsteig für Mütter mit Kinderwägen oder Personen mit Rollator nicht befahrbar ist. Hans Klemm wollte Infos zur Erneuerung der Haidenaabbrücke. Auch hier könnte wenn nicht privat geklagt wird 2021 Baubeginn sein, so Versammlungsleiter Kammerer. Landwirt Hans König sah keinen Handlungsbedarf für den Supermarkt-Neubau er beklagte die Verschwendung landwirtschaftlicher Fläche. Bürgermeister Kammerer betonte aber dass ei Großteil der Bevölkerung auf den neuen Markt wartet und auch die Parksituation wesentlich verbessert wird. Ingeborg Hirschleb wäre gerne in Schönsee geblieben aber „wir wurden gezwungen, wegen gesetzlicher Vorschriften, umzusiedeln. Alleine 1,9 Millionen Alkoholkranke und 1,9 Millionen medikamentenabhängige Menschen in Deutschlang brauchen Hilfe. Weltweit konsumieren 241 Millionen Menschen Drogen. Die Einrichtung fand in anderen Orten keinen Bauplatz, weil sie ein Mischgebiet brauchte. Einige Argumente von besorgten Bürgern die der Einrichtung nicht so positiv gegenüber standen konnten entkräftet werden. Eltern von Jugendlichen befürchteten die Klienten der Einrichtung könnten sich in Weiden Drogen verschaffen, aber die Möglichkeit wäre in Schönsee durch die nahe tschechische Grenze noch viel besser und wir haben da keine Probleme bestätigte Ingeborg Hirschleb. Anton König und Harald Puckschamel brachen eine Lanze für die Einrichtung weil sie von ähnlichen Einrichtungen bzw. mit Erfahrung mit Auszubildenden nur positive Erkenntnisse gewonnen haben. Nach zweieinhalb Stunden endete eine der am Besten besuchten Bürgerversammlungen harmonisch.

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