Begeistertes Premierenpublikum bei den Mantler Noofrösch!

Veröffentlicht am - Redakteur: Eva Seifried

Vor ausverkaufter TSG-Turnhalle war am Freitag, 26. April Premiere der diesjährigen Theatersaison. Die „Manteler Noofrösch“ glänzten mit dem Stück: „Moral ist, wenn man es trotzdem macht“ einem Schwank aus der Feder von Ute Tretter-Schlicker. Überzeugend war vor allem die schauspielerische und komödiantische Leistung des gesamten Ensembles. Eine Premiere war es für den neuen Darsteller Alexander Weiß, der seine Rolle als Gastwirt Erin mit Bravour meisterte. Carmen Stubenvoll spielte seine Ehefrau Helga, souverän wie immer. Birgit Gebhard schlug sich als Erwins Schwester mit ihrem Macho-Verlobten herum, den sie als „Schmalspurdjango“ beschimpft. Gabi Reißer mutierte als Klatschtante Frieda von der zänkischen Ehefrau zum unterwürfigen Weib. Heribert Ficker, der Sepp spielte Friedas Mann, machte die umgekehrte Entwicklung mit, vom Pantoffelhelden steig er zum absoluten Gebieter auf. „Seit ich verheiratet bin, hab ich nur schwere Tage“. Zu seiner Frau sagt er: Du musst in unserer Ehe den Himmel haben, weil die Hölle hab ich“. Beide sind im echten Leben auch ein Paar. Martina Bösl als Magd Erna verzweifelt bei den Versuchen, endlich den einfältigen Knecht Karl, überzeugend gespielt von Alfons Lebegern, zu einem Eheversprechen zu verführen. Lachtränen hatte das Publikum bei einer Verführungsszene in den Augen, die leider nicht so ausging, wie es sich Erna erhoffte. Eine absolute Wandlung erfuhr in diesem Stück Wolfgang Knoll, der in früheren Stücken oft eher einfachere Charaktere dargestellt hat. Diesmal legt er mit Benno einen Machotypen der Extraklasse auf die Bühne, stilecht mit offenem Hemd, überdimensionaler Goldkette und Sonnenbrille. „Geld macht sexy“ ist seine Devise. „Wenn ich morgens in den Spiegel schau, frag ich mich: „Wem gehört dieser perfekte Körper“ ist er von sich überzeugt. Der sächsische Dialekt den Wolfgang Knoll perfekt beherrscht ist urkomisch. Schon nach wenigen Minuten gab es kräftige Lachsalven und Szenenapplaus. Wolfgang Knoll verschonte auch Damen im Publikum nicht mit seiner Anmache. Die Eheleute Erwin und Helga hätten als Gastwirte ein ruhiges Leben wenn nicht Benno, der Verlobte von Sabine sich die „alte Post“ unter den Nagel gerissen hätte und dort ein Lokal der „Extra-Klasse“ eröffnen möchte, einen Nachtclub. Mit plumpen Sprüchen umgarnt er die Frauen und hat meistens auch Erfolg wie bei Frieda, die auch Vorsitzende des Moralistenvereins ist. Die heiße Tanzszene mit dem Gabi Reißer als Frieda den Benno beeindrucken will, sorgte für Schenkelklatscher. Die Neugier ist groß und natürlich finden sich alle dann bei der Eröffnungsfeier wieder wo Essen und trinken frei sind. Groß ist später die „vorgetäuschte“ Empörung“ über die fehlende Moral in dem neuen Etablissement. Die Damen sind zu einem „Menstrip“ (mänschripp) eingeladen, aber das bleibt ihren Ehemännern nicht verborgen. Da Benno in Geldnot gerät, weil er eigentlich keinen Umsatz macht wegen der Freigetränke startet er einen Erpressungsversuch, weil er Fotos von „anständigen Leuten“ in seinem Lokal gemacht hat. Für 30.000 Euro will er die „NÄGGADIEFE“ herausrücken. Leider hat er die Rechnung ohne Erna und Karl gemacht, die gar nicht so einfältig sind wie sie tun, sondern äußerst schlau zum Schluss Benno in die Knie zwingen, bis er ganz kleinlaut zum Gespött aller als „Gockel“ rumstolzieren muss. Das Leben der Ehepaare ist wieder in Ordnung, Karl begreift, dass er seine Erna nie und nimmer hergeben würde und Sabine steckt ihre Trennung von Benno locker weg. Spielleiter Bernd Bösl bedanke sich beim begeistert mitgehenden Publikum und stellte seine Schauspieler vor, die vier Monate unter Regisseur Frank Borchardt geprobt haben. Unterstützt wurden sie im Hintergrund von Souffleuse Evi Lebegern, weitere Helfer waren Hana Kreß, Doris Borchardt, Petra Wiesend sowie Stefan und Hanka Pinske. Dank galt auch einigen Sponsoren und dem Team um den Wirt der TSG-Gaststätte welches die Bewirtung hervorragend gemeistert hatte. Die Vorstellungen waren alle schon weitgehend ausverkauft aber Bernd Bösl versprach, dass an der Abendkasse niemand weggeschickt wird. Am zweiten Spielsamstag nutzten die Mantler Noofrösch die Gelegenheit, den im Publikum sitzenden Vorstand der TSG, Werner Windisch, nach der Vorstellung auf die Bühne zu bitten. Spielleiter Bernd Bösl bedankte sich bei Werner Windisch für das jahrelange, harmonische Zusammenwirken mit der TSG und überreichte anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums eine Spende von 150,- Euro an den Vorstand. Werner Windisch bedankte sich recht herzlich im Namen der TSG für die Spende und erklärte, dass die Mantler Noofrösch immer herzlich gerne in der TSG willkommen sind.

Bildergalerie

< zurück zur Übersicht

Anzeige

Veranstaltungen / Mantel

Veranstaltungen / Oberpfalz

Das Wetter in Mantel

Das Marktblatt bei Facebook